|
VR Bank zwischen den Meeren mit erfolgreichem Geschäftsjahr
Starkes Wachstum, solide Ertragslage und klare Zukunftsagenda
Die VR Bank zwischen den Meeren hat das Geschäftsjahr 2025 erfolgreich abgeschlossen.
Auf der Vertreterversammlung berichtete der Vorstand über eine positive Entwicklung im Kundengeschäft, ein deutliches Kreditwachstum, eine stabile Ertragslage und eine weiterhin solide Kapitalausstattung. „Unsere Bank hat sich in einem anspruchsvollen Umfeld gut behauptet“, so die beiden CoVorstandssprecher der Bank, Dirk Dejewski und Lars Nissen. „Wir konnten unseren regionalwirtschaftlichen Auftrag erfüllen, unser Kundengeschäft weiterentwickeln und unsere Zukunftsfähigkeit stärken“.
Gleichzeitig bleibt das wirtschaftliche Umfeld herausfordernd. Verhaltende Konjunktur,gestiegene Finanzierungskosten, geopolitische Unsicherheiten und zunehmende Bürokratie belasten Unternehmen und Verbraucher. „Umso wichtiger sind stabile regionale Kreditinstitute, die ihre Kundinnen und Kunden kennen, vor Ort entscheiden und verlässlich handeln“, so die beiden Vorstandssprecher weiter.
Bilanzsumme und Kundengeschäft wachsen weiter Die Bilanzsumme der VR Bank zwischen den Meeren stieg um 3,5 Prozent auf fast 4,3 Milliarden Euro. Damit zählt die Bank bundesweit zu den größeren Genossenschaftsbanken und liegt im Ranking der 644 Institute auf Platz 75. Auch das Kundengeschäft entwickelte sich positiv. Das betreute Kundeneinlagenvolumen stieg um knapp 200 Millionen Euro auf 4,6 Milliarden Euro.
Besonders stark wuchs das Kreditgeschäft. Das Nettokreditwachstum lag bei 315 Millionen Euro beziehungsweise 11,5 Prozent. Das betreute Kundenkreditvolumen erhöhte sich um 405 Millionen Euro auf 4,0 Milliarden Euro. „Das Kreditgeschäft ist das Herzstück unserer Bank. Hier zeigt sich, welchen Beitrag wir für Investitionen, Wachstum, private Wohnwünsche und unternehmerische Entscheidungen in unserer Region leisten“.
Dividende von 6,00 Prozent – Eigenkapital weiter gestärkt Die Ertragsseite der Bank profitierte von einem guten Zins- und Provisionsergebnis in Folge der erfreulichen Entwicklung des Einlagen- und Kreditgeschäfts der Bank. Auf der Kostenseite werden die Vorteile der Institutsgröße der VR Bank zwischen den Meeren sichtbar. „Unsere Aufwand-Ertrags-Relation erreichte erneut einen Wert von knapp unter 50 Prozent – wir setzen 50 Cent ein, um 1 Euro zu verdienen. Das ist ein Kennzeichen hoher Produktivität.“
Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr leicht um 8 Mio. Euro auf 51,3 Mio. Euro (59,0 Mio. Euro) oder 1,20 Prozent in Relation zur durchschnittlichen Bilanzsumme. Grund dafür ist eine erhöhte Risikovorsorge im Kreditgeschäft in Höhe von 13,6 Mio. Euro. „Wir sind ein Spiegelbild der Wirtschaft und das wirtschaftliche Umfeld geht nicht spurlos an uns vorbei“.
Das wirtschaftliche Eigenkapital stieg erfreulich um 33,8 Millionen Euro auf 527,7 Millionen Euro. Die bankaufsichtliche Gesamtkapitalquote lag bei 15,9 Prozent. Erforderlich sind 12,3 Prozent. „Unsere Kapitalausstattung gibt uns weiterhin die Möglichkeit, vertretbare Kreditwünsche zu erfüllen und Investitionen in unserer Region aktiv zu begleiten“, betonte der Vorstand.
Der Vorstand dankte den mehr als 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz. „Hinter diesem Ergebnis steht eine starke Teamleistung. Unsere Mitarbeitenen arbeiten engagiert, zuverlässig und nah an unseren Kundinnen und Kunden.“
„Unsere Mitglieder möchten wir an diesem positiven Ergebnis beteiligen. Im Rahmen der gestrigen Vertreterversammlung wurde erneut eine Dividende in Höhe von 6,00 Prozent beschlossen“.
Veränderungen im Vorstand Im Rahmen der Vertreterversammlung wurde zudem eine personelle Veränderung im Vorstand der VR Bank zwischen den Meeren angesprochen. Herr Stefan Frahm und der Aufsichtsrat haben sich nach intensiven und über einen längeren Zeitraum geführten Gesprächen darauf verständigt, die langjährige Zusammenarbeit einvernehmlich zu beenden.
Frahm war seit über 20 Jahren für die Bank tätig und hat sie davon 18 Jahre als Mitglied des Vorstands maßgeblich geprägt. Insbesondere die Fusion sowie die strategische Weiterentwicklung der vergangenen Jahre hat er gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen entscheidend mitgestaltet. Aufsichtsrat und Vorstand dankten ihm ausdrücklich für sein langjähriges Engagement und seinen Beitrag zur erfolgreichen Entwicklung der Bank. Herr Frahm wird sich aus persönlichen Gründen beruflich neu orientieren. Die von ihm verantworteten Bereiche werden innerhalb des Vorstands neu geordnet. Ab dem 1. Juli 2026 wird die Bank von den drei Vorstandsmitgliedern Lars Nissen, Dr. Rainer Bouss und Dirk Dejewski geleitet.
Zuversicht trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen Die kommenden Jahre werden von großen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen geprägt sein. Inflation, Finanzierungskosten, Energiepreise, geopolitische Spannungen und verhaltenes Wachstum bleiben spürbare Belastungen.
Der Vorstand warb dennoch für Zuversicht: „Wir dürfen Herausforderungen nicht kleinreden, sollten diese mit einem gesunden Optimismus angehen. Unsere Region ist stark, weil hier Menschen anpacken, Verantwortung übernehmen und unternehmerisch denken.“
Digitalisierung und künstliche Intelligenz verändern Bankgeschäft Das Kundenverhalten verändert sich weiter. Viele Serviceanliegen werden heute telefonisch, digital per App oder über das elektronische Postfach erledigt. Gleichzeitig bleibt persönliche Beratung bei wichtigen finanziellen Entscheidungen unverzichtbar.
Künstliche Intelligenz wird nach Einschätzung des Vorstands das Geschäftsmodell Bank grundlegend verändern. Sie kann Prozesse beschleunigen, Dokumente automatisiert verarbeiten, Risiken besser einschätzen und Beratungen gezielter vorbereiten.
Für die VR Bank zwischen den Meeren gilt dabei: Technik soll den Menschen nicht ersetzen, sondern stärken. „Vertrauen entsteht nicht durch Algorithmen. Vertrauen entsteht zwischen Menschen.“
Filialen bleiben wichtig - Service verändert sich Die Bank bekennt sich weiterhin zu regionaler Nähe und persönlicher Beratung. Zugleich sinkt die Nachfrage nach klassischen Serviceleistungen in den Filialen. Deshalb werden Service- und Beratungszeiten stärker getrennt. Servicezeiten werden dort angepasst, wo die Nachfrage zurückgeht. Die Beratung soll dagegen gezielter, qualifizierter und besser planbar werden.
Auch bei Selbstbedienungsgeräten reagiert die Bank auf verändertes Kundenverhalten. Selbstbedienungsterminals sollen zum Jahresende deinstalliert werden. Kontoauszugsdrucker folgen nach einer längeren Übergangszeit Ende September des kommenden Jahres.
Kundinnen und Kunden sollen rechtzeitig auf digitale Alternativen wie das elektronische Postfach umsteigen können.
Zahlungsverkehr: Wahlfreiheit erhalten Bargeld, digitale Zahlverfahren und ein möglicher digitaler Euro werden künftig nebeneinanderstehen. Für die VR Bank zwischen den Meeren ist entscheidend, dass die Wahlfreiheit erhalten bleibt. Wer bar zahlen möchte, soll dies auch künftig können. Wer digital zahlen möchte, soll sichere, einfache und europäisch verlässliche Möglichkeiten nutzen können. Mit Wero steht hierfür ein europäisches Zahlverfahren zur Verfügung, das Zahlungen direkt von Konto zu Konto, in Echtzeit und perspektivisch grenzüberschreitend ermöglicht. Der Kundennutzen liegt in der einfachen Anwendung, europäischem Datenschutz und der Sicherheit der genossenschaftlichen Finanzgruppe.
Wettbewerb durch Neobanken und Neobroker Digitale Anbieter wie Neobanken und Neobroker haben die Erwartungen vieler Kundinnen und Kunden verändert. Besonders junge Menschen erwarten einfache Apps und schnelle digitale Prozesse.
Die VR Bank zwischen den Meeren sieht darin einen klaren Auftrag: Sie will digital einfacher, schneller und moderner werden, ohne ihre genossenschaftliche Stärke zu verlieren. „Geldanlage darf digital und einfach sein. Sie braucht aber Orientierung, Finanzbildung und verantwortungsvolle Beratung“, so der Vorstand.
Arbeitgeberattraktivität bleibt Zukunftsaufgabe Mit mehr als 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, darunter 40 Auszubildende, ist die VR Bank zwischen den Meeren ein bedeutender Arbeitgeber in der Region. Angesichts des demografischen Wandels investiert die Bank gezielt in Arbeitgeberattraktivität. Dazu zählen unter anderem JobRad, Hansefit, Unterstützung in persönlichen Belastungssituationen sowie eine freiwillige übertarifliche Vergütung von mindestens 13,5 Gehältern, sofern es die wirtschaftliche Lage ermöglicht. „Wir möchten ein Arbeitgeber sein, bei dem Menschen gerne arbeiten, Verantwortung übernehmen und sich weiterentwickeln können.“
Ausblick
Die VR Bank zwischen den Meeren ist gut in das laufende Geschäftsjahr gestartet und blickt trotz aller Unsicherheiten zuversichtlich nach vorne. „Wir möchten eine starke, regionale, moderne und verlässliche Genossenschaftsbank bleiben – eine Bank, die neue Technologien nutzt, ohne den Menschen aus dem Blick zu verlieren, und die fest an der Seite ihrer Mitglieder, Kundinnen und Kunden sowie unserer Region steht.“
Veränderungen im Aufsichtsrat Ein besonderer Dank wurde dem langjährigen Mitglied des Aufsichtsrats, Hans-Heinrich Rickert, zuteil. Nach 28 Jahren engagierter und konstruktiver Arbeit im Aufsichtsrat zum Wohle der Bank schied Hans-Heinrich Rickert satzungsgemäß aufgrund des Erreichens der Altersgrenze aus dem Aufsichtsrat aus.
Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Vertreterinnen und Vertreter würdigten seine besonnene und verlässliche Arbeit mit großem Respekt und Anerkennung seiner Leistung. Unterstrichen wurde dies mit der Verleihung einer Ehrenurkunde des Genoverbandes e.V.
Erneut in den Aufsichtsrat gewählt wurden Bettina Niemax, Detlef Beckmann, Matthias Hauschildt und Markus Schnoor. Alle Kandidaten wurden für weitere drei Jahre im Amt bestätigt.
Unseren Geschäftsbericht 2025 finden Sie auch online unter
www.meine-vrbank.de/zahlen-fakten
Das Geschäftsjahr 2025 im Überblick Eckdaten in Mio. Euro 2024 2025 +/- in % Bilanzsumme 4.132 4.278 +3,53
Betreutes Kreditvolumen 3.550 3.956 +11,41
davon bilanzwirksame Kundenkredite 2.940 3.301 +12,25
Betreutes Kundeneinlagenvolumen 4.403 4.601 +4,50
davon bilanzielle Kundeneinlagen 3.014 3.130 +3,85
Betreutes Kundenwertvolumen 7.953 8.557 +7,58
Ertragslage in Mio. Euro
Zinsüberschuss 83,3 91,2 +9,48
Provisionsüberschuss 26,8 27,3 +1,87
Verwaltungsaufwendungen 55,7 56,2 +0,90
Ergebnis normale Geschäftstätigkeit 59,0 51,3 -13,16
Steuern Einkommen / Ertrag 15,4 16,0 +3,48
Sonstige Steuern 0,1 0,2
Einstellung Fonds allg. Bankrisiken 35,0 26,5 -24,29
Jahresüberschuss 8,6 8,6
Sonstiges 2024 2025
Aufwands-Ertrags-Relation in % 48,8 46,8
Anzahl Kunden 109.616 109.048
Anzahl Mitglieder 52.544 52.718
Anzahl Mitarbeiter 475 477
Filialen 19 18
|